Sound Mirrors - akustische Spiegel
Im Süden Englands, entlang der Küste zum Ärmelkanal, sind in einer kargen Landschaft mächtige Schalen aus Stahlbeton zu entdecken, sogenannte Sound Mirrors. Diese wurden in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem Ziel gebaut, die Motorengeräusche herannahender Flugzeuge zu verstärken. Durch das Abhören der im Brennpunkt der Spiegel verstärkten Geräusche waren feindliche Flugzeuge bereits zu hören, bevor sie über dem Meer sichtbar wurden. Mit der Erfindung des Radars in den 1930er Jahren wurden die Sound Mirrors obsolet. Sie sind seither dem Verfall ausgesetzt.
Die Studie zu den Sound Mirrors wurde mit dem «Prix Colladon» 2023 der Schweizerischen Gesellschaft für Akustik (SGA) ausgezeichnet.
Im Süden Englands, entlang der Küste zum Ärmelkanal, sind in einer kargen Landschaft mächtige Schalen aus Stahlbeton zu entdecken, sogenannte Sound Mirrors. Diese wurden in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem Ziel gebaut, die Motorengeräusche herannahender Flugzeuge zu verstärken. Durch das Abhören der im Brennpunkt der Spiegel verstärkten Geräusche waren feindliche Flugzeuge bereits zu hören, bevor sie über dem Meer sichtbar wurden. Mit der Erfindung des Radars in den 1930er Jahren wurden die Sound Mirrors obsolet. Sie sind seither dem Verfall ausgesetzt.
Die Studie zu den Sound Mirrors wurde mit dem «Prix Colladon» 2023 der Schweizerischen Gesellschaft für Akustik (SGA) ausgezeichnet.
WW1 Acoustic Mirror, Kilnsea (Foto: Paul Glazzard CC BY-SA 2.0). Graustufen.
Von diesen aussergewöhnlichen Monumenten ausgehend kann das Phänomen der akustischen Spiegel untersucht werden. Bei konkav gekrümmten Flächen treten unter bestimmten Bedingungen Fokussierungseffekte auf. Meist sind diese unerwünscht, aber nicht immer. Die Abschlussarbeit des CAS FHNW Akustik zeigt auf, wie Fokussierungseffekte geometrisch entstehen, wie sie historisch genutzt wurden und auch noch heute genutzt werden.
Geometrische Akustik: Hohlspiegelgesetze